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Von Wert: Wasser und Müll

Bei einem weiteren Internet-Treffen standen Beiträge zu unserem Online-Kurs (MOOC) im Mittelpunkt. Besprochen wurde einer zum Thema Müll-Recycling, ein weiterer zu Wasser und der Vermeidung von Wasserverschwendung. Eine Frage hierbei war, welches Wissen bereits vorausgesetzt werden kann. Welche Aspekte dürften für andere neu und interessant sein?

Die Passagen zur Geschichte des Mülls und wie Menschen in früheren Jahrhunderten damit umgegangen sind, fanden Zuspruch; ebenso die Überlegungen zu 3xR, also “Reduce, Reuse, Recycle”. Vor allem die Fallstudie zum Corviale-Ecopark weckte Interesse – und Hoffnung.

Wasser wiederum ist für fast alle Bürger:innen recht problemlos verfügbar. Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Doch wie steht es um die Wert-schätzung des kostbaren Naß? Was besagt ein “Wasser-Fußabdruck”, welche Tipps zur Vermeidung von Wasserverschwendung können gegeben werden? Wie können Menschen in Roma-Communities bewusster mit Wasser umgehen lernen? Was können andere von ihnen lernen? Die Beiträge werden nun leicht überarbeitet; die didaktischen Teile in Workshops erprobt. Gern offline, erst im Frühjahr/Sommer 2021.

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Die Zuspitzung der Klimakrise

Webinar des Klimaforschers Prof. Stefan Rahmsdorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 04.11.2020 zu Erderwärmung, Treibhauseffekt, der fragilen Energiebilanz der Erde und der Frage, ob die Pariser Klimaziele eingehalten werden können – und was zu erwarten ist, wenn dies nicht gelingt.

03:10 Begrüßung durch Sven Giegold, Mitglied der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament, Sprecher Europagruppe Grüne; 06:23 Vortrag Prof. Rahmsdorf

Zu Beginn zitiert er Alexander von Humboldt: „Der Mensch verändert das Klima ‚durch Fällen der Wälder […] und durch die Entwicklung großer Dampf- und Gasmassen an den Mittelpunkten der Industrie.‘“ Diese Aussage stammt aus dem Jahr 1843.

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Claudia Kempfert im Porträt

Interview von Tilo Jung mit der Energieökonomin Claudia Kempfert. Sie ist Leiterin der Abteilung „Energie, Verkehr, Umwelt“ am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Leuphana Universität Lüneburg. Frau Kempfert ist bekannt geworden für ihre klaren Positionen zu erneuerbaren Energien. Sie sagt: Diese Art der Energieversorgung ist bereits heute zu 100% möglich.

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Waldsterben, Wasserknappheit

Die Autorin und Wirtschaftskorrespondentin der taz/Tageszeitung, Ulrike Herrmann, hält es schnörkellos fest:

Wir verlieren unsere Heimat, wie wir sie kannten. Das ist nicht zu pathetisch formuliert. Denn der Regen wird knapp, den wir bisher für selbstverständlich hielten. Schrittweise dringt dieser Wassermangel bis in unsere Wohnungen vor. Erst litten „nur“ die Wälder, die Binnenschiffer und die Landwirtschaft, weil zu wenig Regen fiel. Aber nun reicht es in einigen Gemeinden nicht einmal mehr für die Klospülung: In niedersächsischen Lauenau musste die Feuerwehr vorübergehend Brauchwasser verteilen, weil die örtlichen Quellen den Bedarf nicht decken konnten.

Der Klimawandel ist so tückisch, weil er das Wasser gleich doppelt verknappt: Weil die Temperaturen steigen, benötigen Menschen wie Pflanzen mehr Flüssigkeit. Doch gleichzeitig kommt weniger Regen an, weil warme Luft mehr Feuchtigkeit binden kann – und weil sich der Jet-Stream abschwächt. Hitzeperioden können sich ins Endlose verlängern. (Ulrike Herrmann, Das Ende des privaten Pools. Verheerender Wassermangel im Sommer)

Frau Herrmann sieht auch Chancen: Die Begradigungen der Flussverläufe rückgängig machen, die Flächen nicht mehr mit Gülle und Nitratdünger besprühen.

Was dies unterstützen könnte? Das Verhalten von Konsument:innen. Sind Fleisch und Wurst nötig? Immerhin werden Getreide und Soja zu einem hohen Maß angebaut, um die Tiere zu mästen. Es mag einige Zeit brauchen, die Ernährung umzustellen. Aber es geht.

Bild: Stephanie LaMontagne auf Unsplash

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Was wir machen

Weitermachen, online

Europäische Kooperationsprojekte für Erwachsenenbildung haben zum Ziel, sich über Methoden auszutauschen, gemeinsam etwas zu erarbeiten und voneinander zu lernen, unter anderem, indem man die Arbeitskontexte der Partnerorganisationen kennen lernt. Bei kurzen Management-Treffen oder gemeinsamen, längeren Workshops. Normalerweise. Aber normal sind die Zeiten gerade nicht. Also gab es ein weiteres Online-Treffen. Die Kolleg:innen diskutierten Möglichkeiten, alle geplanten Aktivitäten des zweijährigen Projekts umzusetzen und die Zeit in der jeweiligen ‚home zone‘, wenn wir nicht reisen können, sinnvoll zu überbrücken. Gegenwärtig arbeiten alle an ihren Beiträgen zu dem Online-Kurs über Fragen des Klimawandels und freuen sich darauf, die didaktischen Teile gemeinsam zu testen. Ende September in Athen. Hoffentlich.

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Was wir machen

Arbeitstreffen in Sofia, 17.-19.01.20

Kolleg/innen der vier teilnehmenden Organisationen aus Bulgarien, Deutschland, Griechenland und Italien kamen zu einem ersten Arbeitstreffen in Sofia zusammen. Sie erhielten verschiedene Eindrücke von den Bildungsaktivitäten der Stiftung Gesundheit und Entwicklung (HESED), der bulgarischen Partnerorganisation, und ihrer Hauptzielgruppe, den Roma. Das gesamte Projekt wurde im Detail geplant und ausführlich die Erarbeitung des Online-Kurses besprochen, den wir als Projektpartner erstellen werden. Ein fruchtbarer Auftakt!

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Klima+Wandel: Herausforderung für alle

Der Klimawandel ist ein ‚heißes‘ Thema und zeigt sich in vielen Ausprägungen. Ihm entgegen zu wirken ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die alle Bürger/innen angeht. Erwachsenenbildner/innen aus Bulgarien, Deutschland, Griechenland und Italien erarbeiten dazu einen frei zugänglichen MOOC (Online-Kurs) und tauschen sich zu Methoden aus, um den Klimawandel zum Thema in der Bildungsarbeit zu machen. Gefragt wird nach Ansätzen, Veränderungen zu wagen hin zu einer umweltgerechten Lebens- und Wirtschaftsweise in einer Welt, in der alle gut leben können.