Online-Kurs

Der Klimawandel und damit auch Fragen zu Energieversorgung und Umweltzerstörung sind in den öffentlichen Debatten angekommen. Das kann die paradoxe Folge haben, dass sich für manche gerade im häufigen Gebrauch des Wortes dessen Sinn nicht erschließt.

Mit unserem Online-Kurs möchten wir dazu beitragen, Kenntnisse, Argumente, und Gegenargumente in das Nachdenken darüber einzufließen zu lassen, wie Wirtschaft und Gesellschaft gestaltet werden sollten, um im Einklang mit den natürlichen Ressourcen zu leben. Die Module des Kurses sind auf Englisch. Drei Beiträge liegen in deutscher Sprache vor:

Der einleitende Text steht unter dem Titel “Der Treibhauseffekt, das Abkommen von Paris und die Welt von morgen. Eine Geschichte von Wissen und nicht wissen wollen”. Verfasst wurde er von Karl-Martin Hentschel. Er ist Autor, engagiert u.a. beim Netzwerk Steuergerechtigkeit, bei Mehr Demokratie und attac und Leiter des Autorenteams des “Handbuch Klimaschutz – Wie Deutschland das 1,5-Grad-Ziel einhalten kann” (2020). Die ersten beiden Absätze:

Seit 50 Jahren wissen wir grundsätzlich Bescheid. Seit etwa dreißig Jahren wissen wir definitiv, dass wir in die Katastrophe rennen. Aber wir ließen uns viel – viel Zeit. Und die Wissenschaftler, die es wussten, trauten sich nicht so richtig Alarm zu schlagen. Man könnte sich ja doch irren. Seit zweieinhalb Jahren wissen wir nun, dass es zu spät ist. Wir können nur noch das Schlimmste verhindern.

Hier wird nun berichtet: Wie es dazu kam, worum es dabei geht und schließlich: Was nun noch – dringend – getan werden kann und muss. Und was das für die Welt von morgen bedeutet.

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Über den Klimawandel wird mitunter heftig diskutiert. Manche der Kritiker meinen, eine globale Erwärmung habe es immer schon gegeben. Andere finden, das Thema wird politisch instrumentalisiert und damit nur von anderen Themen abgelenkt. Wieder anderen kann der Übergang hin zu einer anderen Wirtschaftsweise nicht schnell genug gehen. Der Autor Adi Golbach widmet sich “Kontroversen um Klimaschutz und Klimaschutzpolitik”. Aus der Einleitung:

Es ist keine Überraschung, dass eine derartige Transformation, wie es sie in der Menschheitsgeschichte in Ausmaß und Geschwindigkeit gewiss noch nie gegeben hat, nicht ohne erhebliche Konflikte und Widerstände stattfinden kann. Natürlicherweise ist eine solche Umstellung mit erheblichen Risiken und Sorgen für viele Menschen verbunden, zu den Leidtragenden des Wandels zu gehören. Daraus resultiert, dass mit zunehmender Intensität des Strukturwandels der Widerstand durch Gegnerinnen in Politik und Gesellschaft zunimmt, dass ihre Stimme in der öffentlichen Debatte lauter wird und ihr Einfluss wächst. Diese Gruppierung der entschiedenen Gegner einer Klimaschutzpolitik sind der Hauptgegenstand dieses Textes.

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Was kommt zuerst: Klimaschutzpolitik oder soziale Gerechtigkeit? Gibt es einen Zielkonflikt? Der Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaftsweise wird die Gesellschaften verändern, und die Gesellschaften müssen sich ändern, um diesen Übergang friedlich und demokratisch zu bewältigen. Dies ist kein ‚Luxusproblem‘ von Menschen, die es sich leisten können. Damit sind elementar auch Fragen der sozialen Gerechtigkeit berührt. Aus dem Artikel von Karl-Martin Hentschel:

Bislang haben die sozialen Fragen in der Klimapolitik wie auch in den Forderungen der Kli-mabewegung noch nicht ausreichend Berücksichtigung gefunden. Weder die unterschiedliche Betroffenheit der verschiedenen sozialen Schichten noch deren unterschiedliche Verantwor-tung für die Treibhausgasemissionen wurden genügend berücksichtigt. Menschen mit geringen Einkommen sind deutlich stärker durch den Klimawandel betroffen. Sie sind auch stärker betroffen durch Preissteigerungen von Lebensmitteln, Autoverkehr, bei den Kosten für Strom und Heizung und von anderen Einkäufen, die durch die Klimapolitik beeinflusst werden. Nach einer aktuellen Studie von More in Common empfinden bereits zwei Drittel der Deutschen die Klimapolitik als ungerecht.

Das hat direkte Auswirkungen auf die Haltung zur Demokratie. Deshalb wird das Pariser Abkommen nur erfolgreich umgesetzt werden können, wenn die soziale Gerechtigkeit von Anfang an mitgedacht wird. Sie muss – weltweit und national – ein zentraler Teil der politischen Agenda zum Klimaschutz werden.

Im Artikel „… werden die wichtigsten sozialen Bruchlinien in der Klimapolitik und die notwendigen Konsequenzen für die zu treffenden Maßnahmen beschrieben.

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